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  Lichte Trend

Geometrische Formen mit modernen, vorwiegend schwarz-weißen Dekoren für den unkonventionellen Verbraucher.

 

 

 

 

© 2001 Lichte Porzellan GmbH

Geschichte der Manufaktur 240 Jahre bewegte Manufakturgeschichte Heubach & Kämpfe AG - Aktie zur Messe in Leipzig. Gut 50 Jahre nach Erfindung des Porzellans durch Ehrenfried Walther von Tschirnhaus und Johann Friedrich Böttger ersuchte im Jahre 1761 Johann Wolfgang Hammann aus Katzhütte am Fürstenhof zu Schwarzburg - Rudolstadt um die Konzession zur Porzellanherstellung. Nur drei Tage vorher war allerdings eben diese Konzession exklusiv an Heinrich Macheleid aus Sitzendorf vergeben, so dass Hammanns Gesuch abgelehnt wurde. So schnell gab Johann Wolfgang Hammann seinen Traum von der Herstellung des „weißen Goldes“ jedoch nicht auf und ein Jahr später gelang ihm in Katzhütte der erste Brand von Hartporzellan. Ein weiteres Jahr darauf erwarb er das „Freiherr von Hohenthalsche“ Rittergut in Wallendorf auf dem Territorium des Herzogtums zu Sachsen-Coburg-Saalfeld. Nach Erteilung der Konzession zur Porzellanherstellung durch den Herzog von Sachsen-Coburg am 30. März 1764 gründete Wolfgang Hammann gemeinsam mit seinem Sohn sowie dem Glasmaler Gottfried Greiner und dessen Vetter Gotthelf Greiner die Porzellan Manufaktur Wallendorf. Das Wallendorfer Porzellan wurde ursprünglich aus Rohstoffen der Umgebung gebrannt, so dass der Scherben entsprechend unsauber und getönt war. Bereits ab 1780 gelang jedoch durch den Bezug und die Verwendung böhmischen Kaolins der Brand reinweißer Scherben, so dass 1793 Wilhelm Martius über das Wallendorfer Porzellan sagte: „Es ist blendend weiß, fein gemahlt und so hart, dass es am Stahl Funken gibt.“ Bis 1833 befand sich die Manufaktur dann im Familienbesitz der Hammanns. Darauf folgten wechselreiche Jahre, in denen sich die Wallendorfer Porzellanmanufaktur in den Händen verschiedener Besitzer wieder fand, Namen, die auch heute noch für Porzellan–Tradition und -Qualität stehen: Hutschenreuther, Kämpfe, Sonntag, Heubach, Fraureuth, Schaubach. Die wechselnden Besitzer und das wirtschaftliche Auf und Ab manifestieren sich nicht zuletzt in der Vielzahl der verwendeten Bodenmarken, die sich zeitweise stark an das Meißner Markenzeichen anlehnten, was zu mehreren Abmahnungen der kurfürstlich sächsischen Landesbehörde führte. Die jetzige Marke (W) unter bekreuzter Helmkrone und dem Gründungsjahr 1764 wurde 200 Jahre nach der Gründung der Porzellanmanufaktur Wallendorf eingeführt. Maria Bianka Hammann Manufaktur Geschichte – Hammann 1772 bis 1846 Maria Bianka Hammann – Wallendorf. Während des Jahres 1776 hatte sich Johann Wolfgang Hammann aus der Manufaktur zurückgezogen und sein Sohn Ferdinand Friedrich Hammann wurde neuer Besitzer. Das Wallendorfer Porzellan hatte zu dieser Zeit einen großen Nachteil, da das in der Manufaktur produzierte Porzellan mit Rohstoffen aus der Umgebung hergestellt wurde, hatten die Produkte eine unsaubere Oberfläche und eine gräuliche Tönung. Aber 1780 wurde in Böhmen reinere Porzellanerde gefunden, was die Produktionsqualität deutlich verbesserte, auch ergaben sich viele neue Möglichkeiten. Dieser neue Porzellanrohstoff war nicht nur für die Produktion der Figuren vollkommen, es wurden immer mehr neue Erzeugnisse zum Sortiment hinzugefügt, welche bereits 1785 den wesentlichen Teil der regulären Monatsproduktion ausmachten. Im Jahr 1786 starb Ferdinand Friedrich Hammann und hinterließ das Geschäft seiner Frau Anna Margaretha Hammann. Im Laufe der Zeit hatten sich die durch Wallendorf ver- wendeten Bodenmarken stark verändert, die aus der Grundform des Buchstaben “W” verlängerten mittleren Linien, ähnelten sehr stark den gekreuzten Schwertern wie sie auch die Porzellan Manufaktur Meißen seinerzeit verwendete. Schon nach einer kurzen Zeit beklagte sich die Meißener Manufaktur offiziell bei Ernst Friedrich von Coburg-Saalfeld darüber, dieser erließ eine offizielle Anordnung, so dass die Wallendorfer Manufaktur die Bodenmarke 1787 ändern musste. Anna Margaretha Hammann führte die Gesellschaft bis 1811, als sie sich aus der Manufaktur zurückzog übernahm ihr jüngerer Sohn Ferdinand Friedrich Hammann der Jüngere die Manufakturleitung bis zu seinem Tod 1846. Der ehemalige Forstkommissar Ferdinand Friedrich Hammann war mit der Künstlerin Maria Bianka Hammann (geb. in Wallendorf 20.Nov.1804) verheiratet. Bereits 1820 kreierte Maria Bianka Hammann ein nach ihr benanntes Edel Service, dekoriert mit Weinlaub in hellen und dunklen Grüntönen und einem üppigen Poliergoldschmuck. Bianka Hammann verstarb am 8.April 1862 in Wallendorf. Das Edel Service “Bianka Hammann” wird noch heute auf den original Formen in Wallendorf produziert. Kämpfe & Heubach AG / Fraureuth Porzellan – 1897 bis 1928 Heubach, Kämpfe & Sontag – Wallendorfer Porzellan – 1897 bis 1928 Zu Beginn des Jahres 1897 wurde die Wallendorfer Porzellan Manufaktur unter der Leitung der Herren Kämpfe und Heubach in eine Aktiengesellschaft überführt und firmierte unter Kämpfe & Heubach AG. Im Laufe der Jahre hatte sich die Produktlinie der Manufaktur stark verändert, im Fokus standen nun in erster Linie die berühmten Wallendorfer Figuren und Dekorationsartikel. Die Investitionen schienen sich auszuzahlen denn das Auftragsvolumen stieg von nun an stetig. Mit Ausbruch des ersten Weltkriegs jedoch, verschlechterte sich die wirtschaftliche Situation dramatisch, so fassten Kämpfe und Heubach den Entschluss die Fabrik vorerst stillzulegen. Nur wenige Jahre später, zum Ende des 1. Weltkriegs, übernahm Fraureuth Porzellan den Betrieb, in dem inzwischen die Porzellan -Dekoration und -Malschule Lichte ansässig war. Durch die Übernahme von Wallendorf avancierte Fraureuth zur größten deutschen Porzellanfabrik und beschäftigt im Jahr 1920 weit über 1200 Arbeiter und 300 Beamte. Auf Grund von großen finanziellen Schwierigkeiten nutzte Fraureuth die Wallendorfer Manufaktur jedoch nicht für die Porzellan Produktion, es wurden dort lediglich kleinere und spezielle Dekoraufträge ausgeführt. Später wurde die Fraureuth Kunstabteilung unter der Leitung von Heinz Schaubach in Wallendorf eingerichtet. Durch die Schließung der Wallendorfer Manufaktur im Jahr 1915, konnte man für diesen Bereich die besten Porzellanmaler verpflichten, die kunstvollen Produkte wurden in kürzester Zeit weltberühmt. Künstler wie beispielsweise Anton Grath, Carl Nacke, Max Hermann Fritz, Hans Harders und Prof. Augmüller erschaffen wunderbare Plastiken und Gefäße. Da die Modelle, welche zur Abformung dienten, meist die Signaturen der Künstler trugen, kann man die Objekte heute noch gut zuordnen. Entwürfe der Modelleure, welche fest bei Fraureuth beschäftigt waren, wurden mit dem Kürzel “E.W.” (Eigene Werkstatt) signiert. Nur wenige Jahre später kam es, bedingt durch enorme Steuerschulden, zum Konkurs für Fraureuth Porzellan und die Aktiengesellschaft wurde Ende 1926, mit einer Bilanz von 1.5 Millionen Reichsmark Verlust, zerschlagen. Bereits 1927 kam es zu einer Neugründung der “Fraureuther Porzellanfabrik Aktiengesellschaft”, eine Produktion findet jedoch nie statt. Mit der Löschung der Gesellschaft 1934 war das endgültige Aus für Fraureuth Porzellan besiegelt. Schaubach Kunst – 1928 bis 1953 . Heinz Schaubach – Wallendorfer Porzellan – 1928 bis 1953 als ehemaliger Direktor der 1926 Konkurs gegangenen Fraureuth Porzellan Manufaktur in Wallendorf, kaufte Heinz Schaubach die Maschinen und Ausrüstung sowie alle Formen aus der Konkursmasse. Unter Mithilfe ehemaliger Mitarbeiter der Manufaktur gründete er 1928 die Porzellan Fabrik “Schaubach Kunst” Unter diesem Namen wurden die Wallendorfer Erzeugnisse weltberühmt. Wie bei anderen Firmen auch, war während des zweiten Weltkriegs eine normale Produktion nicht mehr möglich. Nicht nur das die Kohle zum Betrieb der Öfen stark rationiert war, auch wurden fast alle männlichen Mitarbeiter zum Kriegsdienst eingezogen. Viele Firmen stellten ihre Produktion auf Zulieferung der Kriegsmaschinerie um und oder beschäftigten Kriegsgefangene. Die Firmenleitung in Wallendorf setzte jedoch alles daran um beides zu verhindern, indem einfach mehr weibliche Mitarbeiter eingestellt wurden. Auch wenn die Manufaktur keine Kriegsschäden davon trug, konnte sie bedingt durch knappe Rohstoffe, zerstörte Infrastruktur und die schlechte Marktsituation nicht überleben und musste für kurze Zeit geschlossen werden. Ab 1953 firmierte Wallendorf als volkseigener Betrieb unter dem Namen – V.E.B. Schaubach Kunst Lichte -Wallendorf – es wurden allerdings nur noch sehr wenige der bekannten Wallendorfer Produkte hergestellt, das Sortiment wurde bis auf einige Figuren sowie Kaffee und Tee Service reduziert. Ende 1953 verlässt Heinz Schaubach die Manufaktur und zieht zurück in seine ursprüngliche Heimat, nach Mainz. Historische Bodenmarken – Datierung Die verschiedenen Porzellanmarken, die in blauer Unterglasur auf den Gefäßboden zumeist als “W” aufgebracht wurden, spiegeln die wechselvolle Geschichte der Porzellanmanufaktur wieder und helfen bei der Datierung der Geschirrteile. Seit der Gründung der Wallendorfer Porzellanmanufaktur im Jahre 1764 wechselten mit den unterschiedlichen Besitzern auch die Bodenmarken auf den Produkten. 2006 wurde die heutige Marke “W” mit der Krone und Gründungsjahr eingeführt. Eine kleine Anmerkung zur Datierung der Bodenmarken: die zwei Jahreszahlen, einmal 1763 (Gründung der Firma und Errichtung des Firmengebäudes) und 1764 (Datum der Lizenzvergabe) brachte im Laufe der Jahre einige verwirrende Bodenmarken hervor, die entweder 1763 oder 1764 zeigten. Die Erklärung dafür ist recht einfach: Es wurde seit Jahren argumentiert, dass die Errichtung des Firmengebäudes von ‘Hamann & Greiner’ bereits als Gesellschaft finanziert wurde und somit als offizielles Gründungsjahr gesehen werden muss. Nachdem 1960 eine neue Marke einführt wurde und diese immer noch das Gründungsjahr 1763 zeigte, flammte die ganze Diskussion erneut auf. Da schon bald der 200. Jahrestag der Manufaktur bevorstand und genau datiert werden sollte, wurde 1962 durch eine unabhängige Kommission endgültig klargestellt, dass die Produktion bis zur Erteilung der Lizenz gemäß den damaligen Gesetzen rechtswidrig gewesen wäre. Man einigte sich schließlich darauf, dass das offizielle Gründungsjahr der Manufaktur 1764 war, selbst wenn die für die Manufakturgründung verantwortliche Gesellschaft bereits vorher bestanden hat. Seit 1963 verwendet die Wallendorfer Porzellan Manufaktur deshalb ausschließlich die Jahreszahl ‘1764’ in ihren Signaturen und Bodenmarken. An alle geehrte Porzellanmalerin und Porzellanmaler, wir bauen zurzeit eine Datenbank auf, in der Sie auf unserer Homepage Ihre weiterverarbeiteten Produkte vorstellen können mit einer Kurztextbeschreibung. Porzellanmaler gehören zu unseren treuesten Kunden. Sie schätzen unseren Scherben aufgrund der hohen Qualität und unsere Figuren aufgrund ihrer handwerklichen Präzision. Immer beliebter wird das Malen auf unseren Bone China Artikeln, da hier auch bei Brenntemperaturen von 900 °C spülmaschinenfeste Ergebnisse mit einer hervorragenden Leuchtkraft erzielt werden. Wir laden Sie hier ein, Ihre Produkte vorzustellen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir nur Beiträge vorstellen können, die auf unserem weiter veredelten Porzellan umgesetzt werden. Sammler sind glückliche Menschen. Informationen für Porzellan Sammler und Sammlerinnen Liebe Porzellansammlerin und Porzellansammler, wir möchten ausgewählte Sammler mit deren Sammelobjekten auf dieser Webseite vorstellen, die sich besonders mit den historischen Produkten der Wallendorfer Porzellan-Manufaktur auseinandersetzen und zu Ihrem Sammelgebiet zählen. Bitte senden Sie Ihre Beiträge an folgende Email: kontakt@lichteporzellan.de mit einer Kurzbeschreibung des Produktes, falls bekannt die Provenienz und u. U. einige Worte zu Ihrer Person mit Erläuterung, wie es zu Ihrer Passion kam. Wir werden dann Bilder und Texte entsprechend unter dieser Rubrik veröffentlichen. moderiertes Experten Forum Für unser Porzellan Experten Forum (PEF) suchen wir noch weitere Porzellanexperten zur Moderation folgender Foren bzw. Themenbereiche: Geschichte der Thüringer Porzellan Manufakturen ab 1760 Altes Thüringer Porzellan (allgemein) Historisches Wallendorfer Porzellan (speziell) Porzellanmanufaktur Hammann & Greiner – 1761 bis 1772 Porzellanmanufaktur Hammann – 1772 bis 1829. Porzellanmanufaktur Hutschenreuther & Kieser – 1829 bis 1833 Porzellanmanufaktur Hutschenreuther, Kämpfe & Heubach – 1833 bis 1887 Porzellanmanufaktur Heubach, Kämpfe & Sontag – 1887 bis 1897 Porzellanmanufaktur Kämpfe & Heubach A.G. – 1897 bis 1915 Porzellanmanufaktur Fraureuth, Kunstabteilung Wallendorf – 1919 bis 1926. Porzellanmanufaktur Schaubach-Kunst – Heinz Schaubach – 1928 bis 1953 VEB Schaubach Kunst Wallendorfer Porzellan – 1953 bis 1990 Wallendorfer Porzellanmanufaktur GmbH – Hillebrand Btlg. – Herbert Hillebrand – 1990 bis 2005 Projekt 2010 | 300 Jahre europäisches Porzellan 300 Jahre europäisches Porzellan | Europa und das weisse Gold 300 Jahre europäisches Porzellan | Europa und das weisse Gold | 1710 bis 2010 . 300 Jahre europäisches Porzellan | Eine Erfolgsgeschichte Manifest 2010 | 250 Jahre Thüringer Porzellan 250 Jahre Thüringer Porzellan Milestones .250 Jahre Thüringer Porzellan | Milestones | 1760 bis 2010 Agenda 2013 | 250 Jahre Wallendorfer Porzellan. 250 Jahre Wallendorfer Porzellan Milestones. 250 Jahre Wallendorfer Porzellan Manufaktur | Milestones | 1763 bis 2013Globale Betrachtung der Geschichte des Porzellan Chinesisches Porzellan späte Östliche Han-Dynastie ab 100-200 n. Chr. Europäisches Porzellan Porzellangeschichte in Europa ab 1709 Thüringer Porzellan Geschichte des Thüringer Porzellan ab 1760 Wallendorfer Porzellan Historisches Wallendorfer Porzellan (speziell) Europäische Porzellan Manufakturen. Deutsche Porzellan Manufakturen. Thüringer Porzellan Manufakturen Sächsische Porzellan Manufakturen .Bayerische Porzellan Manufakturen Wallendorfer Porzellan als Traditionsmarke in Ostfriesland. Handelsroute Nürnberg – Erfurt – Bremen Ostfriesland Handelsroute Nürnberg – Erfurt (an Wallendorf vorbei) nach Bremen. Emigration Ostfriesland Emigration der Wallendorfer Porzellanmaler nach Ostfriesland . Ostfriesische Teekultur Wallendorfer Porzellan in Ostfriesland. Historische Bande | Wallendorfer Porzellan und die Ostfriesische Teekultur Echtheitsbestimmung von historischem Porzellan. von Wallendorfer Porzellan Wallendorfer Porzellan Kunst Figürliches Wallendorfer Porzellan Figürliches Wallendorfer Porzellan ab 1785 Wallendorf Kunstabteilung | berühmte Künstler Kunstabteilungen | Fraureuth Porzellan, Hutschenreuther, Schaubach Kunst Bodenmarken und Signaturen Bestimmung und Datierung von Porzellanmarken, Bodenmarken und Signaturen Expertisen und Bewertung von Exponaten Expertisen, Bewertungen historisches Wallendorfer Porzellan Alt Wallendorf, Blau Dresmer, Ostfriesische Rose, Rot Dresmer, Blaues Kollier, Figuren der neue Werksverkauf in Lichte Wallendorf Nach Freigabe der neuen Räumlichkeiten des Werksverkaufs in Wallendorf/Lichte voraussichtlich ein großer Räumungsverkauf stattfinden. Hierüber werden wir Sie zeitnah informieren. Der Werksverkauf wurde noch Ende 2009 aufwändig von der ersten Etage an den nördlichen Gebäuderand verlegt (linker Gebäudeteil) und komplett neu eingerichtet. Auf einer Fensterfront von 20m können sie hier direkt in die Weißwarenfertigung sowie die Handmalerei schauen. Den gewohnt hohen Standard der Verkaufsberatung wird selbstverständlich aufrecht erhalten. Auf Anfrage können für Gruppen ab 6 Personen nach Neueröffnung Werksbesichtigungen durchgeführt werden, erreichbar über. Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass wir von jedem Teilnehmer einer geführten Besichtigung der Manufaktur einen Betrag in Höhe von 3,50 Euro erheben. Sie erhalten hierfür ein Geschenk des Hauses sowie eine Führung. Besuch der Porzellan Prinzessin zur Eröffnung des, Ende 2009 aufwändig neu eingerichteten Werksverkauf bei Wallendorfer Porzellan in Lichte/Wallendorf. Öffnungszeiten des Werksverkaufs in 98739 Lichte Kirchweg 1 Montag bis Freitag von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr Samstag von 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr Sitzendorf und seine Porzellanmanufaktur Sycedorf Älteste urkundliche Erwähnung in einer Erbteilungsurkunde der Grafen von Schwarzenberg. Namensgebung wahrscheinlich nach einem Grafen Sizzo von Kefernburg, der im 11. Jahrhundert lebte und als Stammvater des Schwarzburger Grafenhauses gilt. wird eine „smettenstatt“ zu Sitzendorf bezeugt. Besitzer war Hans Groß, auch als „Hans hammersmed“ genannt, der gleichzeitig im Ortsteil Blechhammer eine Schmiede besaß. 1564 ließ die „Herrschaft“ (Grafen) sie in eine herrschaftliche Mahlmühle umwandeln. Kaiser Friedrich III. aus dem Hause Habsburg belehnt die Schwarzburger Grafen mit der Goldgewinnung im Schwarzatal. Die Adligen beschäftigen auch Sitzendorfer Einwohner mit diesem Gewerbe. Gold wurde aus dem Flußschotter oder aus dem eiszeitlich abgelagerten Gestein an den Hängen oberhalb des Flusses gewaschen oder im Bergbau aus dem Gestein geschlagen. Letztmalig wurde 1800 Gold in der Schwarza in der Nähe der Pocherbrücke gefunden. Sitzendorfer Einwohner nehmen am Bauernaufstand teil. Sie schließen sich dem „Waldhaufen“ an und marschieren über Paulinzella - hier wird das Kloster gestürmt -, Stadtilm nach Arnstadt, um dort dem Grafen ihre Forderungen vorzulegen. Kanzlei Arnstadt nach dem Scheitern des Aufstandes eine hohe Buße zahlen Der gräflich - Schwarzburgische Bergverwalter Günther Brömel erteilt dem Grafen Philipp Ernst von Gleichen ein Privileg zum Bau einer Kupferschmelzhütte unterhalb von Sitzendorf. Das Erz wurde aus der Umgebung von Böhlen herangefahren; 1620 = 10.000 Zentner. Brömel hatte um 1616 bereits oberhalb von Sitzendorf ein Pochwerk errichten lassen. 1621 verkaufte er dies an den Fürstlichen Magdeburgischen geheimen Diener zu Arnstadt Christoph Drechsler jun., welcher Erzgruben bei Glasbach, Böhlen, Allersdorf, Lichta, Königsee, Unterschöbling und Aschau besaß. 1625 lieferte Drechsler 200 Zentner Garkupfer nach Hamburg. Gründung einer Blaufarbenfabrik in Sitzendorf. Von 1753 - 1758 wird Kobalt verarbeitet. Seit 1826 wird hier Bleiweiß hergestellt. Der Kandidat der Theologie Georg Heinrich Macheleidt, geb. 1723 in Cursdorf, wohnhaft in Sitzendorf, erhält vom Fürsten Johann-Friedrich von Schwarzburg - Rudolstadt das Privileg zur Gründung einer Porzellanmanufaktur in Sitzendorf. 1762 wird diese auf Veranlassung des Fürsten nach Volkstedt, nahe der Residenz Rudolstadt, verlegt. Sitzendorf hat eine eigene Schule mit Lehrer. Der Ort zählt 300 Einwohner. Eine ganze Anzahl Sitzendorfer Familien werden aus Armut zum Auswandern nach Nordamerika, Brasilien und Australien gezwungen. Ihre Auswanderung wird jeweils im „Fürstlich Schwarzburg Rudolstädtischen gnädigste privilegierten Wochenblatt“ bekannt gemacht. wird der Gesangsverein „Eintracht“ Sitzendorf gegründet. Es ist ein Männerchor. Zum 50-jährigen Jubiläum 1889 wird eine Vereinsfahne geweiht. Zum 75-jährigen Jubiläum 1914 erhält die Fahne einen zusätzlichen Wimpel. Seit November 1945 besteht der gemischte Volkschor Sitzendorf. 1994 konnte das 155-jährige Bestehen des Chorgesanges in Sitzendorf festlich begangen werden. Der aus Lichte gebürtige Wilhelm Liebmann, Gastwirt und Einwohner von Sitzendorf, erhält von der fürstlichen Kammer das Privileg zur Errichtung einer Porzellanmanufaktur in Sitzendorf Ein Großbrand vernichtet sämtliche Gebäude der Sitzendorfer Manufaktur, nur die Brennöfen bleiben erhalten. Die hoch versicherten Gebäude werden rasch wieder aufgebaut. Ein Turnverein wird gegründet. Der Vorstand ersucht die Gemeinde um einen Platz für eine Turnanstalt. Eröffnung einer Bezirkssparkasse. Oberbehörde ist das fürstliche Landratsamt. Neue Organisierung der Spritzenfeuerwehr: Ortsbrandmeister, Stellvertreter, Löschmannschaft 16 Mann, Wachmannschaft 16 Mann, Rettungsmannschaft 12 Mann, Wasserträger (2. Spritze) 12 Mann, Mannschaft für Leitern und Haken: 14 Mann Beginn der Herstellung von Spitzenfiguren in der Manufaktur, in Meißner Art dekoriert. Besitzer sind nunmehr Alfred und Carl Wilhelm Voigt. Errichtung eines Zweigbetriebes in Unterweißbach. Beide Betriebsteile beschäftigen rund 300 Arbeitskräfte. Im Sitzendorfer Betrieb erzeugt eine Dampfmaschine elektrische Energie in Form von 110 Volt Gleichstrom. Elektrische Beleuchtung hält Einzug. Vorher wurde beim Schein von Öllampen gearbeitet. Der Ort zählt rund 700 Einwohner. Die Manufaktur wird Aktiengesellschaft mit einem Gründungskapital von einer Million Mark. Aktionär ist der Besitzer der Bleiweiß Fabrik, der geheime Kommerzienrat Albert Schönau. Bau der Bahnlinie von Oberrottenbach nach Katzhütte. Sitzendorf wird Bahnstation. Das Brennen des Porzellans wird von Holz auf Kohlefeuerung umgestellt. Produktion und Transport werden billiger, die Manufaktur wird konkurrenzfähiger. Seit 1872 haben sich die Industriellen und Gewerbetreibenden des Landratsamtes Königsee um den Bau dieser Bahn bemüht. Sitzendorf erhält eine zentrale Wasserversorgung und Kanalisation Sitzendorf wird in „Meyers Reisebuch“ erstmalig als Sommerfrische erwähnt. Der Tourismus begann etwa 1890 in der Brauerei Böttner in Blechhammer. Gäste kamen damals mit der Postkutsche auf der 1798-1804 gebauten Poststraße von Blankenburg über Unter- und Oberweißbach. Als erste Sitzendorfer Fremdenpension eröffnete 1900 das Haus „Hugo Bergmann“. Die Gemeinden Sitzendorf, Unterweißbach und Deesbach bauen gemeinsam ein Gaswerk in Sitzendorf. Das Gas dient zur Beleuchtung von Straßen und Gebäuden und zur Produktion von Glaswaren. Der Unterweißbacher Zweigbetrieb der Sitzendorfer Porzellanmanufaktur wird infolge Absatzschwierigkeiten stillgelegt. Der erste Weltkrieg und die Krisen der 20er Jahre führten den Betrieb an den Rand des Ruins. Erst 1932 stabilisierte sich die Lage, Besitzer und Direktoren sind nunmehr die ehemaligen Prokuristen Reinhold Rebhan und Max Krauße. Bau der Bergkirche. 1763 trifft die evangelische Kirchgemeinde ein Abkommen, wonach der an das Gemeindehaus angebaute Schulsaal auch für den Gottesdienst genutzt werden darf.1932 wurde der Bauplatz für die Kirche von den Einwohnern Paul Möller, Albert Höhlein und den Erben des Bäckermeisters Sorge gestiftet. Die Kirche steht seit der Mitte der 80er Jahre unter Denkmalschutz. Mit Beginn des 2. Weltkriegs werden alle Männer im Wehrdienstalter aus der Sitzendorfer Porzellanmanufaktur entlassen und werden Soldaten oder in wehrwirtschaftlich wichtige Betriebe umgesetzt. Der Export von Porzellan stockt; die Exportländer USA, England, Frankreich werden Feindesländer Sitzendorf erhält elektrischen Strom. In den letzten Kriegsmonaten wird der Rüstungsbetrieb "Prototyp-Werke Zell - Hamersbach" von Bromberg nach Thüringen verlegt, ein Teil nach Sitzendorf in den Hof der Porzellanmanufaktur. Im Oktober 1945 wird hier in Baracken ein Werkzeuge produzierender Betrieb errichtet Rolf Rebhan, der Sohn von Reinhold, übernimmt die Leitung der Manufaktur. Anlage des Sportplatzes, der über zwei Jahre vom Geröll eines Hochwassers 1947 befreit werden musste. Gleichzeitig wird die Ruine der alten Bleiweißfabrik abgerissen. Unter Leitung von Willi Kaufmann wird auf dem Abrißgelände die Turnhalle gebaut. Die Sportstätte trägt heute seinen Namen. Die Porzellanmanufaktur begeht feierlich ihr 100-jähriges Betriebsjubiläum. Sitzendorf wird Schulort einer Polytechnischen Oberschule. Schüler der 9. und 10. Klassen kommen auch aus Schwarzburg, Döschnitz, Rohrbach, Wittgendorf, Mankenbach, Ober- und Unterhain und Unterweißbach. Die Sitzendorfer Porzellanmanufaktur arbeitet mit staatlicher Beteiligung, aber eine Steigerung der Arbeitsproduktivität und damit eine Konkurrenzfähigkeit auf dem Weltmarkt lässt sich mit den überalterten Produktionsanlagen und dem Mangel an jungen Arbeitskräften nicht realisieren. Die Sitzendorfer Porzellanmanufaktur wird volkseigen. Die Werkzeugfabrik wird in das Gaswerk verlagert und die alten Baracken werden abgerissen. Im Hof beginnt der Bau einer Produktionshalle. Die Sitzendorfer Porzellanmanufaktur begeht ihr 135-jähriges Betriebsjubiläum unter Leitung von Uwe Hermann, dem Schwiegersohn von Rolf Rebhan. Nachdem Staat und Behörden endlich erkannten, dass mit dem Export der Produkte die begehrten Devisen erwirtschaftet werden konnten, fanden sich auch Mittel und Wege zur Rekonstruktion des Betriebes. So konnte in diesem Jahr ein neuer Mustersaal seiner Bestimmung übergeben und eine Formlagerhalle gebaut werden. Sitzendorf zählt 1.200 Einwohner Eine Rohrbrücke über die Schwarza verbindet die Manufaktur mit einer Stadtgasleitung. Der Brennprozeß wird auf Gas umgestellt. Seit 1974 wurde elektrisch gebrannt. Die Porzellanmanufaktur kann vor der Wiedervereinigung, am 01.06.1990, reprivatisiert und eine Kommanditgesellschaft gegründet werden. Komplementär wird Frau Carla Hermann, Tochter von Rolf Rebhan. Kommanditisten werden Herr Uwe Hermann und Herr Hans-Jürgen Schmidt. Ein Tourismuskonzept soll den Betrieb voranbringen. 1990 wurde mit dem Bau einer Verkaufseinrichtung und 1991 deren Erweiterung in das Nachbarhaus begonnen. Eröffnung der "Schatztruhe" - d. h. Umbau des einstigen Speisesaales in eine Verkaufseinrichtung mit Restaurant. Umbau der einstigen Versand- und Lagerhalle in eine Verkaufsausstellung für antike Möbel und Zierporzellan mit Vorführstraße. Zwölf Ortschaften im mittleren Schwarzatal schließen sich zu einer Verwaltungsgemeinschaft zusammen; Sitzendorf wird Verwaltungssitz. Erweiterung der "Schatztruhe" durch Umgestaltung der Hausmeisterwohnung in die Gaststätte "Zum Rundofen". Einweihung des Regionalmuseums "Dampfmaschine" im ehemaligen Maschinenhaus der Porzellanmanufaktur. In diesem Museum wird die Geschichte der Sitzendorfer Porzellanmanufaktur sichtbar gemacht und die Verwaltungsgemeinschaft  stellt sich dar. Am 29. April eingeweiht, zählt das Museum Mitte November Sitzendorf begeht das 625-jährige Jubiläum seiner urkundlichen Ersterwähnung und die Sitzendorfer Porzellanmanufaktur ihr 145-jährigges Bestehen Die Sitzendorfer Porzellanmanufaktur feiert ihr 150-jähriges Jubiläum. Zum Anlass trafen sich zur Sonderauflage der Wernesgrüner Musikantenschenke Solisten der volkstümlichen Musik. Höhepunkt des Jubiläums war der Festumzug mit 24 Bildern rund um die Geschichte des Sitzendorfer Porzellans. Mehr als 1.500 Besucher flanierten über das attraktiv gestaltete Areal oder bevölkerten das große Festzelt mit seinen hochkarätigen Veranstaltungen. Rückbau der alten Rohrbrücke und dem Anschluss an die Stadtgasleitung. Neuer Gasanschluß an die Mitteldruckleitung von der Hauptstraße. Willkommen im Lichte Wallendorfer Marken Shop  Tipp: Die schnellste Variante für eine durchgängige Bestellung im WebShop der Porzellan Manufaktur Lichte - Wallendorf, bitte unserem aktuellen Katalog des Lichte Wallendorfer Porzellan. Artikelnummer der Lichte Porzellan oder Wallendorfer Porzellan. Wir wünschen Ihnen nun viel Freude bei Ihren Einkäufen im Marken Webshop der Porzellan Manufaktur Lichte-Wallendorf. das Webshop Team des Lichte Wallendorfer Porzellan aus Lichte. Gut 50 Jahre nach Erfindung des Porzellans durch Ehrenfried Walther von Tschirnhaus und Johann Friedrich Böttger ersuchte im Jahre 1761 Johann Wolfgang Hammann aus Katzhütte am Fürstenhof zu Schwarzburg-Rudolstadt um die Konzession zur Porzellanherstellung. Nur drei Tage vorher war allerdings eben diese Konzession exklusiv an G.H. Macheleid vergeben, so dass Hammanns Gesuch abgelehnt wurde. So schnell gab Johann Wolfgang Hammann seinen Traum von der Herstellung des „weißen Goldes“ jedoch nicht auf und ein Jahr später gelang ihm in Katzhütte der erste Brand von Hartporzellan. Ein weiteres Jahr darauf erwarb er das „Freiherr von Hohenthalsche“ Rittergut in Wallendorf auf dem Territorium des Herzogtums zu Sachsen-Coburg-Saalfeld. Nach Erteilung der Konzession zur Porzellanherstellung durch den Herzog von Sachsen-Coburg am 30. März 1764 gründete Wolfgang Hammann gemeinsam mit seinem Sohn sowie dem Glasmaler Gottfried Greiner und dessen Vetter Gotthelf Greiner die Porzellan Manufaktur in Lichte (Wallendorf), eine der ältesten in Europa. Das Wallendorfer Porzellan wurde ursprünglich aus Rohstoffen der Umgebung gebrannt, so dass der Scherben entsprechend unsauber und getönt war. Bereits ab 1780 gelang jedoch durch den Bezug und die Verwendung böhmischen Kaolins der Brand reinweißer Scherben, so dass 1793 Wilhelm Martius über das Wallendorfer Porzellan sagte: „Es ist blendend weiß, … fein gemahlt und so hart, dass es am Stahl Funken gibt.“ Bis 1833 befand sich die Manufaktur dann im Familienbesitz der Hammanns. Darauf folgten wechselreiche Jahre, in denen sich die Wallendorfer Porzellanmanufaktur in den Händen verschiedener Besitzer wiederfand, Namen, die auch heute noch für Porzellantradition und -qualität stehen: Hutschenreuther, Kämpfe, Sontag, Heubach, Fraureuth und Heinz Schaubach. Die wechselnden Besitzer und das wirtschaftliche Auf und Ab manifestieren sich nicht zuletzt in der Vielzahl der verwendeten Bodenmarken, die sich zeitweise stark an das Meißner Markenzeichen anlehnten, was zu mehreren Abmahnungen der kurfürstlich sächsischen Landesbehörde führte. Die jetzige Marke (W) unter bekreuzter Helmkrone und dem Gründungsjahr 1764 wurde 200 Jahre nach der Gründung der Porzellanmanufaktur Wallendorf eingeführt. Tradition der Porzellankunst in Thüringen Service Blau Dresmer – Wallendorfer Porzellan aus Lichte Den traditionellen Manufakturcharakter hat sich die Wallendorfer Porzellanmanufaktur bis heute erhalten. Was 1764 mit der handwerklichen Herstellung von Kaffee-, Tee- und Schokoladenservices begann und ab 1785 um figürliche Darstellungen ergänzt wurde, umschreibt auch heute noch zusammen mit verschiedenen Zier- und Körbchenserien die Produkte der Wallendorfer Porzellanmanufaktur. Zwar wird der Schlicker (dickflüssige Porzellanmasse) heute nicht mehr nach dem ursprünglichen „alchemistischen Arcanum“ des Gründers Wolfgang Hammann angerührt, die in Jahrzehnten weiterentwickelte Rezeptur ist aber immer noch ein sorgsam gehütetes Manufakturgeheimnis. Was jedoch geblieben ist, ist der handwerkliche Herstellungsprozess. Alt Wallendorf Porzellan aus der Porzellanmanufaktur Lichte, Sonneberger Straße 75, 98739 Lichte Service Ostfriesische Rose – Wallendorfer Porzellan Insbesondere in Ostfriesland sind die Service der Wallendorfer Porzellanmanufaktur, das so genannte „Dresmer Teegood“, sehr beliebt. Diese werden nach über 70-jähriger Produktionspause wieder nach den alten Originalformen und –Dekoren Blau Dresmer, Rot Dresmer, Ostfriesische Rose hergestellt. Da in den Wirren der Kriegs- und Nachkriegsjahre die ursprünglichen Produktionsunterlagen untergegangen sind, wurden die Produktionsformen und Dekorvorlagen nach Originalstücken, teils aus Museen, teils von privaten Sammlern originalgetreu nachempfunden. So dass, zur Freude aller Porzellankenner, heute wieder das echte Dresmer Teegood auf seiner ursprünglichen Form produziert wird. Von Liebhabern hochgeschätzt werden die figürlichen Darstellungen der Wallendorfer Porzellanmanufaktur. Der Großteil aller Figuren ist weiß glasiert oder als Biskuit-Porzellan hergestellt und jede ist ein Unikat, von Hand in Formen gegossen, zusammengesetzt und bemalt Porzellanmalerei Ein weiterer Bereich der Wallendorfer Porzellanmanufaktur sind Geschenkartikel, Vasen, Leuchter, Schalen, Dosen usw. in filigranen Formen mit Dekoren vom klassischen Kobalt-Blau bis hin zu frühlingshaften Vogel- und Blumenmotiven. Produktion des Lichte Wallendorf Porzellan, Obwohl die Wallendorfer Porzellan Manufaktur Wert auf historische Fertigungsmethoden legt, verfügt sie auch über moderne Technik. In der Produktion werden z.B. isostatische Pressen und Druckgussanlagen verwendet. Die Übernahme der Manufaktur im April 2006 führte in den letzten Monaten zu sehr vielen Veränderungen. So produziert die Wallendorfer Porzellan Manufaktur GmbH erstmalig. Bone China wird insbesondere wegen seines cremig-weißen Farbtons, der hohen Kantenschlagfestigkeit und seiner brillanten Oberfläche geschätzt. Das Geheimnis seines dichten und extrem transluzenten Scherbens liegt in der Zusammensetzung. Zusätzlich zu Kaolin, Feldspat und Quarzsand enthält es einen 52%-igen Anteil verglühter Knochenasche, woraus der Name Bone China oder Knochenporzellan abgeleitet wird. Die Thüringer Porzellanstraße neue Adresse der Geschäftsstelle wie den Fabrikverkauf von Lichte Porzellan mehr unter News. Die "Thüringer Porzellanstraße" ist eine touristische Straße, die uns auf anschauliche und lebendige Weise auf die Pfade der Vergangenheit des "weißen Goldes" in Thüringen führt und uns gleichzeitig am "Leben des weißen Goldes" in der Gegenwart teilhaben lässt. Vor mehr als 200 Jahren führten auch in Thüringen Experimente und Forschungen zum Erfolg. Georg Heinrich Macheleid, Wolfgang Hammann Johann Gotthilf Greiner sind als Nacherfinder des Porzellans in die Geschichte eingegangen. Sie sind somit die Begründer der langjährigen und geschichtsträchtigen Handwerkskunst des Porzellans in Thüringen. Heute können Sie in Museen, Manufakturen, in Betrieben, bei Porzellanmalern und in Fachhandel anschaulich und abwechslungsreich den Werdegang und die Produkte des Thüringer Porzellanhandwerksbesichtigen und erleben. Neben den traditionellen und alten Museen finden Sie neue und innovative Produkte mit modernem Design. Sitzendorfer Porzellanmanufaktur "Macheleid erhält die Erlaubnis zur Errichtung einer Manufaktur" 250 Jahre Thüringer Porzellan. Im Jahr 2010 jährt sich die Nacherfindung des Porzellans durch die Thüringer Georg Heinrich Macheleid (1723-1801), Wolfgang Hamann (1713-1785) und Johann Gottfried Greiner (1732-1792). Vielfältige Versuche zuvor brachten nicht die gewünschten Resultate. Die Voraussetzungen für die Entstehung von Manufakturen waren in Thüringen durch die vorhandenen Rohstoffe und die erforderlichen Holzmengen günstig, so dass ab Mitte des 18.Jahrhunderts Süd- und Ostthüringen vom regelrechten Porzellanfieber befallen wurde. Die Manufakturen lieferten sich einen erbitterten Konkurrenzkampf. Porzellan galt zuerst als Luxusartikel, war bald ein Gebrauchsgegenstand – heute gehört es zum Alltag. Seit den 1880er Jahren wurden in größerem Umfang auch Sanitär- und technische Artikel gefertigt. Im Land der „ Dichter und Denker“ entwickelte sich ein besonderer Facettenreichtum. Die Spitzentänzerinnen, Rokokogruppen und Ziergegenstände mit reichem Blumenbelag finden viele Liebhaber: Den Traditionen verpflichtet produzieren die Betriebe zunehmend auch moderne Artikel. Hersteller von Zierporzellan stehen neben Geschirrfabriken. Letztere erhalten für ihre Originalität Auszeichnungen. Der Liebhaber des weißen Goldes aus Thüringen findet nach wie vor auch zeittypische Figuren in den Manufakturen. Seit dem 18. Jahrhundert ist es üblich, die Produktion lukrativ zu gestalten – und gleichzeitig den Modelleuren und Malern die Gelegenheit einzuräumen, künstlerisch bedeutsame Einzelstücke zu fertigen. Diese Parallelität von Innovation und Nachhaltigkeit wird auch in Zukunft beibehalten. So können neue Impulse aufgenommen werden unter Beibehaltung der in Thüringen verankerten Porzellantradition. Die Identifikation der Thüringer mit ihrem Porzellan wird daher noch sehr lange lebendig bleiben. Carola Stauche Vereinsvorsitzende Da Thüringen aber nicht nur als "Porzellanland" bekannt ist, möchte die "Thüringer Porzellanstraße" natürlich ihre Interessenten mit dem besonderen Reiz der thüringischen Landschaft vertraut machen, den Menschen, deren Gastfreundschaft gerühmt wird und nicht zuletzt die kulinarischen Genüsse in Thüringen. Viel Vergnügen unterwegs auf der "Thüringer Porzellanstraße" und der Entdeckung des Thüringer Porzellanlandes. Die Thüringer Porzellanstraße - Geschichte des Fördervereines. Der Förderverein "Thüringer Porzellanstraße" e.V. wurde 1992 gegründet. Ausgangspunkt war die Idee, die Orte zu verbinden, in denen heute noch Porzellan hergestellt und bemalt wird. Des Weiteren kann man in zahlreichen Museen und Heimatstuben mit Dauerausstellungen die Historie des Thüringer Porzellans erleben. Wie wir heute wissen, war das eine hervorragende Idee, denn die "Thüringer Porzellanstraße" hat sich in den letzten Jahren zu einem wahren Touristenmagnet entwickelt. Hilfreich waren hierbei zahlreiche Aktivitäten des Vereins sowie Informationsunterlagen, wie das Faltblatt und die Broschüre "Unterwegs auf der Thüringer Porzellanstraße". Nach jahrelanger Vorbereitung konnte die Beschilderung für die "Thüringer Porzellanstraße" abgeschlossen werden. Mann kann aus verschiedenen Richtungen die Reise entlang der Thüringer Porzellanstraße beginnen, denn es gibt keinen speziellen Anfangs und Endpunkt. Das Streckennetz umfasst ca. 340 km und führt durch die Landkreise Saalfeld-Rudolstadt, Hildburghausen, Weimarer-Land, Sonneberg, Saale - Holzlandkreis, Saale - Orlakreis und den Ilm - Kreis. Sitzendorfer Porzellanmanufaktur. In Sitzendorf, der Geburtsstätte des Thüringer Porzellans, wurde 1760 unabhängig von Böttger das Porzellan von Georg-Heinrich Macheleid nacherfunden. 1850 wurde dann die Sitzendorfer Porzellanmanufaktur gegründet, die seitdem in bewährter Familientradition geführt wird. Freunde schönen Porzellans erwarten hier eine Vorführstraße, Verkauf von Porzellan, Glas und antiken Stilmöbeln, ein ständiger Weihnachtsmarkt und das Regionalmuseum "Dampfmaschine". Drei Restaurants verwöhnen darüber hinaus mit Thüringer Kost und speziellem Ambiente. Arbeiter in einer Porzellanmanufaktur. Die 20 wichtigsten Dinge, die man über Thüringer Porzellan wissen sollte. Porzellan erstmalig um 620 n. Chr. in China entdeckt .Porzellan um 1300 n. Chr. durch Marco Polo nach Europa gelangt. 1708 entdeckten Johann Friedrich Böttger und Ehrenfried Walther von Tschirnhaus zufällig in Dresden/Meißen das Verfahren zur Porzellanherstellung. 1710 Gründung der ersten Manufaktur in Europa auf der Albrechtsburg in Meißen durch J.F. Böttger. 1757 kamen Georg Heinrich Macheleid, Johann Wolfgang Hammann und Johann Gotthelf Greiner in Thüringen dem Geheimnis der Porzellanherstellung, unabhängig von Meißen, auf die Spur. 1760 gründete Macheleid in Sitzendorf eine Porzellanmanufaktur (älteste Porzellanmanufaktur Thüringens - wurde 1962 nach Volkstedt verlegt). Aufgrund überaus günstiger Umstände (z.B. Vorkommen von Holz, Rohstoffen, Wasserkraft, passende technische Anlagen, qualifizierte Arbeitskräfte) entstand in Thüringen rasch eine eigenständige Porzellanindustrie. Porzellan anfangs als Werkstoff für Zier- und Alltagsgegenstände der spätbarocken Fürstenhäuser und aufstrebenden Bürgerhaushalte genutzt (durch viele kleine Fürstenhäuser in Thüringen entstanden viele Manufakturen). Porzellan später als Werkstoff für Gebrauchsgegenstände des bürgerlichen Haushalts verwendet (z.B. Tafelgeschirr, Gefäße, Nadelbüchsen, Tabakdosen, Pfeifenköpfe, Stockknäufe, Medaillons, Kleinfiguren). Um Mitte des 19. Jhd. zahlreiche Manufaktur-Neugründungen in Thüringen aufgrund des Rückganges der Eisenhütten und eines wachsenden Bedarfes an Porzellanen aller Branchen; Konkurrenz untereinander zwang die Thüringer Porzellanfabriken dazu, qualitätsvolle und weltmarktfähige Erzeugnisse an den Mann zu bringen; Resultat: Gründung von Zeichen- und Modellierschulen für die Porzellanindustrie, in denen qualifizierter Nachwuchs ausgebildet wurde. Im 19. Jhd. kamen zeitweise 60% der gesamten deutschen Porzellanproduktion aus Thüringen (besonders viel Export nach Amerika und in die Türkei)! Ab Mitte des 19. Jhd. Trend zur Massenproduktion von Billigwaren 20. Jhd. zunehmende Automatisierung in der Porzellanproduktion (Porzellan = Massenprodukt) in den wilden 70ern des 20.Jhd. Krise in Porzellanindustrie durch Verwerfung des Marktes (gesellschaftliche Änderungen, Billigimporte). Ab Mitte der 80er Jahre des 20. Jhd. erste Werksschließungen. Bis zur Wende 1990 war der Thüringer Wald neben Oberfranken/Oberpfalz ein Schwerpunkt der deutschen Porzellanfabrikation. Nach der Wiedervereinigung konnten sich viele Porzellanmanufakturen nicht mehr am Markt behaupten und wurden geschlossen; Gründe: Inflationen, Kriege, Zwangsvereinigung der Thüringer Manufakturen zu DDR-Zeiten, Wende. Trotz alledem bis zum heutigen Tag in Thüringen ein eigenständiger und vielfältiger Porzellanindustriekern mit hohem Qualitätswert. Im 21. Jhd. steigende Umsätze in Porzellanproduktion durch stark rationalisierte Arbeitsabläufe, neue Vertriebskonzepte und konsequente Ausrichtung auf ein luxuriöses Preissegment. Derzeit noch produzierende Manufakturen in Thüringen z.B.: Porzellanmanufaktur Kahla. Wagner & Apel. Sitzendorfer Porzellan. Lengsfeld Porzellanmanufaktur. Triptis Porzellan. Wallendorfer Porzellan. Plaue Porzellan. Porzellanmanufaktur. Scheibe-Alsbach, Unterweissbacher Porzellan-Manufaktur für Porzellankunst und Schwarzburger Werkstätten für Porzellankunst produzieren alle in Volkstedt 2010 ist die Thüringer Porzellantradition ein Vierteljahrtausend alt. Dieses Jubiläum, das "Porzellanjahr", wird 2010 von vielen Porzellanmuseen und -manufakturen entlang der Porzellanstraße unter dem Motto "250 Jahre Porzellanland Thüringen" gefeiert. Die weltweit bekannte Thüringer Porzellanstraße ist eine touristische Straße mit ca. 25 Porzellanmanufakturen in Süd- und Ostthüringen, die auf ansprechende Weise die geschichtlichen Pfade des "weißen Goldes" in Thüringen veranschaulicht und gleichzeitig die große Bedeutung des Porzellans für die Gegenwart vor Augen führt. Sie wünschen weiterführende Informationen zum Thüringer Porzellan?  In unserer Broschüre "Zeitreise", im Oscar Schlegelmilch Porzellanmuseum in Langewiesen erhältlich, finden Sie ausführlichere Abhandlungen zu diesem Thema. Herzlich willkommen auf unseren Internetseiten des Thüringer Porzellans 1708 erfand Böttger das europäische Porzellan. In der Folgezeit, etwa Mitte des 18. Jahrhunderts, wurde das von August der Starke gut gehütete Geheimnis um die Rezeptur der Porzellanherstellung gelüftet. Es entstanden in Thüringen viele namhafte Manufakturen.  Das in Thüringen gefertigte Porzellan fand sehr schnell weltweit Liebhaber und Sammler. Das “weiße Gold”, wie man das Porzellan auch nannte, hielt Einzug in zahlreichen Sammlungen in Königshäuser und Museen. Die Inflation, Kriege, die Zwangsvereinigung der Thüringer Manufakturen zu DDR-Zeiten und der Vereinigung der beiden deutschen Staaten führten zur Schließung vieler Manufakturen.  In der heutigen Zeit haben eine ganze Reihe Thüringer Manufakturen auf Grund ihrer künstlerischen und handwerklichen Fähigkeiten wider einen hohen Stellenwert bei den Freunden des “weißen Goldes”.  Auf den folgenden Seiten finden Sie eine reiche Auswahl an Porzellan- und Glaserzeugnisse aus Thüringer Manufakturen zum Sammeln, Dekorieren, Verschenken oder zum alltäglichen Gebrauch. Alte Handwerkskunst trifft modernes Design. Unsere Firmengeschichte beginnt im Jahre 1830 als Reichenbacher Kunsthandwerker in Dekorwerkstätten den weißen Porzellanscherben mit handgemalten Motiven verzierten. Im Jahre 1900 taten sich neun ortsansässige Porzellanmaler zusammen, gründeten eine Porzellanfabrik und legten so den Grundstein für das Werk am heutigen Standort. Der liegt strategisch günstig direkt am Hermsdorfer Kreuz, dem Knotenpunkt der Autobahnen München-Berlin (A9) und Frankfurt-Dresden (A4). Der Tradition folgend prägt bis in die Gegenwart der hohe Anteil qualifizierter Handarbeit unsere Produktionsweise. Unser Konzept folgt dem Motto "Alte Handwerkskunst trifft modernes Design". Als kleines Unternehmen setzen wir auf Exklusivität. Haushaltsporzellan Hotelporzellan und Zierporzellan verlässt unser Haus je nach Kundenwunsch in Stückzahlen jeder Größe oder auch als Unikat. Die handwerklichen Fähigkeiten unserer erfahrenen Mitarbeiter und das menschliche Auge sind Garant für die Qualität unserer Produkte. Sie bieten auch die Flexibilität, kurzfristig Neuentwicklungen produktionsreif zu machen. Das wissen mittlerweile viele junge Designer zu schätzen, denen wir unsere Manufaktur gern als "Experimentierfeld" überlassen. Davon profitiert unsere Produktentwicklung. Ohne Altbewährtes zu vernachlässigen orientieren wir uns ganz klar an der innovativen Entwicklung der Branche und gehen konsequent den Weg zu designorientierten Produkten aus feinem Porzellan. Unsere Produkte aus der Porzellanmanufaktur Lichte bestehen aus hochwertigen Rohstoffen. Verarbeitet mit moderner Fertigungs- und Brenntechnik sowie von gut ausgebildeten Fachkräften mit langjähriger Berufserfahrung, ist das sorgsam gewählte Ausgangsmaterial Basis für unsere Qualitätserzeugnisse. Das Sortiment hat seit Firmengründung deutlich an Vielfalt gewonnen und orientiert sich ständig am Trend der Zeit. Es umfasst Geschirr, Geschenkartikel und Wohnaccessoieres. Gestalterischer Anspruch und Innovationsgeist, bei Wahrung der Traditionen, bestimmen die Philosophie unseres Hauses. Der gedeckte Tisch steht nach wie vor im Zentrum. Das Angebot reicht vom vielteiligen Service klassischer Prägung bis zum gut durchdachten Einzelstück, das durch Kombinierbarkeit und Multifunktionalität die moderne Tischszene bestimmt. Der Name Reichenbach ist seit dem Jahre 1830 eng mit Thüringer Porzellanmalerei verknüpft. Künstlerische Handbemalung des weißen Porzellanscherbens und der Handel mit diesen Produkten prägten die ersten Jahre der Reichenbacher Porzellantradition. Seit 1846, als in der thüringischen Kleinstadt Gräfenthal die erste Porzellanfabrik gegründet wurde, besitzt ein Grundsatz bis in unsere heutige Zeit seine Gültigkeit: "Von der Formgebung bis zur Dekoration dominiert die Handarbeit von Menschen, die ihr Metier beherrschen." Trotz aller durchgeführten und weiter angestrebten Modernisierungen ist und bleibt der Betrieb eine Manufaktur im reinen Sinn. Die Manufaktur Gräfenthal besitzt einen Fundus von mehr als 10.000 Modellen. Sie finden bei uns viele historische Figuren, Tierfiguren, Berufsgruppen, Engel und mehr. Für mehr Informationen: Bitte kontaktieren Sie unsere netten Mitarbeiter unter Tel.: 063701 6880. Wir beraten Sie gern und schicken Ihnen Informationsmaterial zu. Das Wesen der Tafel die Manufaktur Porzellandesign. 1992 gründete Sven Markus von Hacht, Designerin, die Manufaktur in Lichte. Durch ihre Persönlichkeit und Schaffenskraft geprägt, erzeugt Lichte Porzellan heute Geschirr, Trinkgläser, Tischtextilien und Leuchten. Die Höchster Porzellanmanufaktur ist ein bekanntes Unternehmen für Porzellankunst Sie wurde 1746 durch Johann Christoph Göltz und Adam Friedrich von Löwenfinck (1714–1754), einem aus Meißen stammenden Porzellanmaler, gegründet und ist die zweitälteste Porzellanmanufaktur in Deutschland und die einzige in Hessen. Das Firmenzeichen der Höchster Porzellanmanufaktur ist das Mainzer Rad. Dieses Privileg sowie eine Monopolstellung für kurmainzisches Gebiet bekam die Manufaktur mit ihrer Gründung vom Mainzer Erzbischof Johann Friedrich Karl von Ostein zugestanden. Einer der wichtigsten Künstler der Manufaktur war der kurmainzische Hofbildhauer Johann Peter Melchior, der ab 1768 einige Jahre als Modellmeister in Höchst arbeitete. Die Aelteste Volkstedter Porzellanmanufaktur ist die älteste noch produzierende Porzellanmanufaktur Thüringens. Die Gründung geht auf Georg Heinrich Macheleid zurück, der nach jahrelangen Versuchen in der Glashütte Glücksthal 1760 die Zusammensetzung der richtigen Porzellanmasse, das Arcanum entdeckte und am 8. September 1760 bereits das Privileg des Landesherrn zur Gründung einer Porzellanmanufaktur in Sitzendorf erhielt. 1762 wurde die Manufaktur in die Nähe des fürstlichen Hofes zu Schwarzburg-Rudolstadt verlegt. Kunstvolle Figuren aus der Aelteste Volkstedter-Porzellanmanufaktur genießen bei Liebhabern hohes Ansehen und erzielen heute im Antiquitätenhandel Höchstpreise. Jeder Herstellungsschritt wird ausschließlich von Hand ausgeführt. Berühmte Historische Gegebenheiten und Personen wurden in Porzellan verewigt, so zum Beispiel „Flucht der Gräfin Cosel“, Friedrich der Große, die Tänzerin Fanny Elssler, Flötenkonzert von Sanssouci … und heute noch gefertigt. Porzellanmacherkunst für das 21. Jahrhundert Seit über 200 Jahren besteht die Marke Weimar Porzellan als Garant für höchste Qualität und handwerkliches Können und ist Inbegriff prachtvoller Porzellanveredelung. Bis zum heutigen Tag werden hier in meisterlicher Handarbeit edle Porzellane von höchster Vollendung geschaffen. Es gibt Orte, die eine besondere Aura haben, ein Klima der Kreativität, das große Geister hervorbringt und magisch anzieht. Weimar gehört dazu und Weimar Porzellan lebt den Geist der Weimarer Klassik mit dem Streben nach Harmonie und Schönheit weiter. Vertrauen Sie unserer jahrhundertlangen Erfahrung mit Porzellan und fühlen Sie sich von der filigranen Feinheit eingefangen und berührt. Unsere klare und kompromisslose Philosophie ist es, anspruchsvolle Handwerkstechniken in der Porzellanherstellung neu zu interpretieren und für Sie umzusetzen. Porzellanmacherkunst für das 21. Jahrhundert Gründung von Weimar Porzellan 8. Juni 1790 - Der Fabrikant und Keramiker Christian Andreas Speck bat Graf Friedrich von Hatzfeld in Blankenhain eine Porzellanfabrik zu errichten. 1. Juli 1790 - die Konzession zur Porzellanherstellung in Blankenhain wurde von Graf Friedrich von Hatzfeld in Wien genehmigt. Der feuersichere Produktionsort sollte das 1780 erbaute Schiesshaus werden, das Speck erwarb. Zur Produktion von Porzellan kam die Tonerde aus Tannroda, quarz- und feldspathaltiger Sand aus Schwarza und aus der Umgebung von Blankenhain. Die Masse wurde in der eigenen Mühle am Seeteich gemahlen und geschlämmt. Die Bedingungen für die Porzellanfabrikation waren gut, lediglich die Herrschaften wechselten in der Zeit. Erst nach der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 und nach dem Wiener Kongress, kehrte die politische Stabilität zurück. Speck gelang es, sich mit den jeweiligen Obrigkeiten zu arrangieren, so dass die Porzellanproduktion nicht beeinträchtigt wurde. 1797 stellte Speck erste Porzellanerzeugnisse auf der Leipziger Messe vor. Anfang 19. Jahrhundert Herstellung von Tafelgeschirr für den bürgerlichen Haushalt, mehr oder weniger „ordinäre Ware“ wurde hergestellt. 1816 wurden 155 Arbeiter von Speck beschäftigt. 1817 brannte beinahe die Fabrik vollständig ab. Danach wurde der Wiederaufbau zügig vorangetrieben. Am 30. Dezember 1830 stirbt Christian Andreas Speck im Alter von 69 Jahren. Periode der Instabilität Nach dem Tode von Christian Andreas Speck erwarb der Landkammerrat Gustav Vogt die Fabrik. Was er von der Porzellanherstellung verstand ist nicht bekannt, jedoch verließ er sich auf die guten Mitarbeiter, die ihm Christian Speck hinterließ. Im März 1836 verkaufte Vogt die Porzellanfabrik an Gottfried Sorge für 17.000 Reichstaler, vermutlich wegen fehlendem Fachpersonal. Sorge hat wesentlich mehr für die Porzellanfabrik bezahlt, als sie eigentlich Wert war, daher musste Sorge schon bald Konkurs anmelden. Aus der Konkursmasse erwarb wieder Gustav Vogt die Fabrik, um diese für 8.300 Reichstaler an Herrn Streitbarth zu verkaufen. Streitbarth geht 1841 mit Herrn H. Kästner aus Weimar eine Verbindung ein. Beide strafften die Produktion, aber die Zeichen der Zeit vor der bürgerlichen Revolution standen alles andere als günstig für solche Unternehmungen. 1847 gaben Streitbarth und Kästner auf und legten die Fabrik vorerst still, bevor sie Weimar Porzellan an die Familie Fasolt veräußerten. Phase Fasolt & Eichler Die Familie Fasolt kam aus Selb nach Blankenhain und modernisierte zunächst den Betrieb. 1856 nach dem Tode Viktor Fasolt übernahm seine Witwe Elisabeth die Geschäfte. 1879 übergab sie die Leitung an ihre Söhne Max und Karl Fasolt. Elisabeth Fasolt unterhielt zu dem Porzellanunternehmer Eduard Eichler, der sich 1856 an der Fabrik beteiligte, eine nicht näher zu definierende Beziehung. Wesentliche Ereignisse in dieser Phase waren: die neuen Fabrikmarke - das sächsische Rautenschild, die eingeführt wurde; 3 große neue Öfen zum Glüh- und Glattbrand wurden gebaut und eine neue Dampfmaschine angeschafft, um die Massemühle auf dem Fabrikgelände betreiben zu können. Weitere Neuerungen und Modernisierungsmaßnahmen fielen in diese Zeit, die geprägt war von einem ständig steigenden Grad der Technisierung des Betriebes. Ein wichtiger Punkt war die Einrichtung der Bahnverbindung Weimar-Blankenhain im Jahr 1887, was ein großer Vorteil für die Fabrik war, die zu dieser Zeit schon hauptsächlich Porzellanware in großen Stückzahlen herstellte. Somit wurde der Transport verbilligt und die Produktionszahlen stiegen konstant. 1879 übernehmen die Söhne Max und Karl Fasolt die Leitung des Unternehmens. 1900 wurde der Rautenschildmarke der Zusatz „GERMANY“ hinzugefügt, ein Beweis der regen Exporttätigkeit des Unternehmens. In dieser Zeit stiegen die Produktionszahlen konstant und man glänzte durch hervorragende Qualität des Porzellans. Die Zusammenarbeit mit Eichler gestaltete sich positiv und der zunehmende Einfluss der Duxer Porzellanmanufaktur trug zudem Früchte. Technische Erfahrungen, Personal und Modelle wurden ausgetauscht und Lieferengpässe konnten beseitigt werden. Einen Rückschlag erlitten beide Betriebe durch den ausbrechenden 1.Weltkrieg. Der Export fiel weg und die Mitarbeiter wurden zur Front gezogen. Übernahme der Fabrik durch Familie Carstens 1917, gegen Ende des 1. Weltkrieges, erwarb der Hamburger Kaufmann Ernst Carstens die Porzellanfabrik in Blankenhain von der Duxer Porzellanmanufaktur AG. Kaum hatte er den Betrieb übernommen um sie als „ E. Carstens KG “ weiterzuführen, ergänzte er die Fabrikmarke mit einer Krone und einem Lorbeerkranz um eine neue Ära zu einzuläuten. Aller Anfang war schwer, die Rohstoffe und das Heizmaterial waren knapp und 300 Arbeiter und 20 Angestellte mussten beschäftigt werden. Auch die Geldentwertung war verheerend. Die Exportmärkte mussten neu akquiriert und aufgebaut werden. Durch stilistische Erneuerung des Angebotes und einer Preisanpassung zu Gunsten der Kunden, gelang es der Familie Carstens die Exportmärkte neu zu beleben. Mit dem Namen Carstens ist die Einführung der seither berühmten Weimarer Kobaltmalerei verbunden. Schon 1926 wurde in Blankenhain das Kobaltporzellan produziert, das vermutlich auf die guten Kontakte Carstens nach Böhmen zurückzuführen ist. Diese Veredlung des weißen Scherbens gilt bis heute als eine besondere Handwerkskunst. Das kostbare, festliche Kobaltblau, verleiht dem Material eine besondere Ausstrahlung, vor allem wenn es mit filigranen Ornamenten in Gold dekoriert wird. Carstens folgt den künstlerischen Trends des Jugendstils und richtete die Produktion an den Kundenwünschen aus. Inzwischen war Weimar Porzellan mit seinem Stil in England, Belgien, Finnland, Holland, Spanien, Schweiz, USA und in den Ländern des islamischen Orients bekannt und geschätzt. 1928 wurde die geschützte Marke Weimar Porzellan eingetragen. Erwähnenswert sind die immer wieder auftauchenden Lohnkämpfe in der Historie von Weimar Porzellan. Carstens führte seinen Betrieb jedoch mit „eiserner Hand“, um in der Weltwirtschaftskrise nicht unter zu gehen. Die Dumpingpreise, mit denen sie exportierten, mussten die Arbeiter bezahlen. Daher wurde die Fabrik oft bestreikt. Der längste Streik dauerte im Jahre 1929 drei Monate lang an. Nach dem Tode von Carstens führte die Witwe und die zwei Söhne die Fabrik weiter bis der Betrieb am 18 Juli 1948 in Volkseigentum überging. Der Volkseigene Betrieb In der Zeit als Volkseigener Betrieb bemüht man sich einen äußerst leistungsfähigen, modernen Betrieb aufzubauen. Große Investitionen in Bauten, Maschinen und Einrichtungen wurden derzeit getätigt. Eine neue Produktionshalle (1962), moderne Elektro-Kobalt-Tunnelöfen (1963) sowie die Umstellung auf Rollerproduktion in der Dreherei. Durch die Eingliederung in das Kombinat Feinkeramik Kahla verlor Blankenhain seine Eigenständigkeit als Porzellanfabrik. Neben den Vorteilen der Zugehörigkeit zu einem Großkonzern und der Kollektivierung, litt die künstlerische Kreativität. Das künstlerische Profil der Produktion wurde auf den Geschmack Porzellanfabrik und führt diese als „Weimar Porzellan Fabrikverkauf Weimar Porzellan Werksverkauf Weimar Porzellan Verkauf und Porzellanproduktion Weimar Porzellan beteiligt. 2006 erfolgt die erneute Übernahme von Weimar Porzellan die auch schon 1995-1996 in der Geschäftsleitung waren. Verkauf an Könitz Porzellan Im Januar 2007 kauft Könitz Porzellan GmbH das Unternehmen Weimar Porzellan, der in der 6. Generation in der Porzellanbranche tätig ist.

Geschichte der Manufaktur 240 Jahre bewegte Manufakturgeschichte Heubach & Kämpfe AG - Aktie zur Messe in Leipzig. Gut 50 Jahre nach Erfindung des Porzellans durch Ehrenfried Walther von Tschirnhaus und Johann Friedrich Böttger ersuchte im Jahre 1761 Johann Wolfgang Hammann aus Katzhütte am Fürstenhof zu Schwarzburg - Rudolstadt um die Konzession zur Porzellanherstellung. Nur drei Tage vorher war allerdings eben diese Konzession exklusiv an Heinrich Macheleid aus Sitzendorf vergeben, so dass Hammanns Gesuch abgelehnt wurde. So schnell gab Johann Wolfgang Hammann seinen Traum von der Herstellung des „weißen Goldes“ jedoch nicht auf und ein Jahr später gelang ihm in Katzhütte der erste Brand von Hartporzellan. Ein weiteres Jahr darauf erwarb er das „Freiherr von Hohenthalsche“ Rittergut in Wallendorf auf dem Territorium des Herzogtums zu Sachsen-Coburg-Saalfeld. Nach Erteilung der Konzession zur Porzellanherstellung durch den Herzog von Sachsen-Coburg am 30. März 1764 gründete Wolfgang Hammann gemeinsam mit seinem Sohn sowie dem Glasmaler Gottfried Greiner und dessen Vetter Gotthelf Greiner die Porzellan Manufaktur Wallendorf. Das Wallendorfer Porzellan wurde ursprünglich aus Rohstoffen der Umgebung gebrannt, so dass der Scherben entsprechend unsauber und getönt war. Bereits ab 1780 gelang jedoch durch den Bezug und die Verwendung böhmischen Kaolins der Brand reinweißer Scherben, so dass 1793 Wilhelm Martius über das Wallendorfer Porzellan sagte: „Es ist blendend weiß, … fein gemahlt und so hart, dass es am Stahl Funken gibt.“ Bis 1833 befand sich die Manufaktur dann im Familienbesitz der Hammanns. Darauf folgten wechselreiche Jahre, in denen sich die Wallendorfer Porzellanmanufaktur in den Händen verschiedener Besitzer wieder fand, Namen, die auch heute noch für Porzellan–Tradition und -Qualität stehen: Hutschenreuther, Kämpfe, Sonntag, Heubach, Fraureuth, Schaubach. Die wechselnden Besitzer und das wirtschaftliche Auf und Ab manifestieren sich nicht zuletzt in der Vielzahl der verwendeten Bodenmarken, die sich zeitweise stark an das Meißner Markenzeichen anlehnten, was zu mehreren Abmahnungen der kurfürstlich sächsischen Landesbehörde führte. Die jetzige Marke (W) unter bekreuzter Helmkrone und dem Gründungsjahr 1764 wurde 200 Jahre nach der Gründung der Porzellanmanufaktur Wallendorf eingeführt. Maria Bianka Hammann Manufaktur Geschichte – Hammann 1772 bis 1846 Maria Bianka Hammann – Wallendorf. Während des Jahres 1776 hatte sich Johann Wolfgang Hammann aus der Manufaktur zurückgezogen und sein Sohn Ferdinand Friedrich Hammann wurde neuer Besitzer. Das Wallendorfer Porzellan hatte zu dieser Zeit einen großen Nachteil, da das in der Manufaktur produzierte Porzellan mit Rohstoffen aus der Umgebung hergestellt wurde, hatten die Produkte eine unsaubere Oberfläche und eine gräuliche Tönung. Aber 1780 wurde in Böhmen reinere Porzellanerde gefunden, was die Produktionsqualität deutlich verbesserte, auch ergaben sich viele neue Möglichkeiten. Dieser neue Porzellanrohstoff war nicht nur für die Produktion der Figuren vollkommen, es wurden immer mehr neue Erzeugnisse zum Sortiment hinzugefügt, welche bereits 1785 den wesentlichen Teil der regulären Monatsproduktion ausmachten. Im Jahr 1786 starb Ferdinand Friedrich Hammann und hinterließ das Geschäft seiner Frau Anna Margaretha Hammann. Im Laufe der Zeit hatten sich die durch Wallendorf ver- wendeten Bodenmarken stark verändert, die aus der Grundform des Buchstaben “W” verlängerten mittleren Linien, ähnelten sehr stark den gekreuzten Schwertern wie sie auch die Porzellan Manufaktur Meißen seinerzeit verwendete. Schon nach einer kurzen Zeit beklagte sich die Meißener Manufaktur offiziell bei Ernst Friedrich von Coburg-Saalfeld darüber, dieser erließ eine offizielle Anordnung, so dass die Wallendorfer Manufaktur die Bodenmarke 1787 ändern musste. Anna Margaretha Hammann führte die Gesellschaft bis 1811, als sie sich aus der Manufaktur zurückzog übernahm ihr jüngerer Sohn Ferdinand Friedrich Hammann der Jüngere die Manufakturleitung bis zu seinem Tod 1846. Der ehemalige Forstkommissar Ferdinand Friedrich Hammann war mit der Künstlerin Maria Bianka Hammann (geb. in Wallendorf 20.Nov.1804) verheiratet. Bereits 1820 kreierte Maria Bianka Hammann ein nach ihr benanntes Edel Service, dekoriert mit Weinlaub in hellen und dunklen Grüntönen und einem üppigen Poliergoldschmuck. Bianka Hammann verstarb am 8.April 1862 in Wallendorf. Das Edel Service “Bianka Hammann” wird noch heute auf den original Formen in Wallendorf produziert. Kämpfe & Heubach AG / Fraureuth Porzellan – 1897 bis 1928 Heubach, Kämpfe & Sontag – Wallendorfer Porzellan – 1897 bis 1928 Zu Beginn des Jahres 1897 wurde die Wallendorfer Porzellan Manufaktur unter der Leitung der Herren Kämpfe und Heubach in eine Aktiengesellschaft überführt und firmierte unter Kämpfe & Heubach AG. Im Laufe der Jahre hatte sich die Produktlinie der Manufaktur stark verändert, im Fokus standen nun in erster Linie die berühmten Wallendorfer Figuren und Dekorationsartikel. Die Investitionen schienen sich auszuzahlen denn das Auftragsvolumen stieg von nun an stetig. Mit Ausbruch des ersten Weltkriegs jedoch, verschlechterte sich die wirtschaftliche Situation dramatisch, so fassten Kämpfe und Heubach den Entschluss die Fabrik vorerst stillzulegen. Nur wenige Jahre später, zum Ende des 1. Weltkriegs, übernahm Fraureuth Porzellan den Betrieb, in dem inzwischen die Porzellan -Dekoration und -Malschule Lichte ansässig war. Durch die Übernahme von Wallendorf avancierte Fraureuth zur größten deutschen Porzellanfabrik und beschäftigt im Jahr 1920 weit über 1200 Arbeiter und 300 Beamte. Auf Grund von großen finanziellen Schwierigkeiten nutzte Fraureuth die Wallendorfer Manufaktur jedoch nicht für die Porzellan Produktion, es wurden dort lediglich kleinere und spezielle Dekoraufträge ausgeführt. Später wurde die Fraureuth Kunstabteilung unter der Leitung von Heinz Schaubach in Wallendorf eingerichtet. Durch die Schließung der Wallendorfer Manufaktur im Jahr 1915, konnte man für diesen Bereich die besten Porzellanmaler verpflichten, die kunstvollen Produkte wurden in kürzester Zeit weltberühmt. Künstler wie beispielsweise Anton Grath, Carl Nacke, Max Hermann Fritz, Hans Harders und Prof. Augmüller erschaffen wunderbare Plastiken und Gefäße. Da die Modelle, welche zur Abformung dienten, meist die Signaturen der Künstler trugen, kann man die Objekte heute noch gut zuordnen. Entwürfe der Modelleure, welche fest bei Fraureuth beschäftigt waren, wurden mit dem Kürzel “E.W.” (Eigene Werkstatt) signiert. Nur wenige Jahre später kam es, bedingt durch enorme Steuerschulden, zum Konkurs für Fraureuth Porzellan und die Aktiengesellschaft wurde Ende 1926, mit einer Bilanz von 1.5 Millionen Reichsmark Verlust, zerschlagen. Bereits 1927 kam es zu einer Neugründung der “Fraureuther Porzellanfabrik Aktiengesellschaft”, eine Produktion findet jedoch nie statt. Mit der Löschung der Gesellschaft 1934 war das endgültige Aus für Fraureuth Porzellan besiegelt. Schaubach Kunst – 1928 bis 1953 . Heinz Schaubach – Wallendorfer Porzellan – 1928 bis 1953 als ehemaliger Direktor der 1926 Konkurs gegangenen Fraureuth Porzellan Manufaktur in Wallendorf, kaufte Heinz Schaubach die Maschinen und Ausrüstung sowie alle Formen aus der Konkursmasse. Unter Mithilfe ehemaliger Mitarbeiter der Manufaktur gründete er 1928 die Porzellan Fabrik “Schaubach Kunst” Unter diesem Namen wurden die Wallendorfer Erzeugnisse weltberühmt. Wie bei anderen Firmen auch, war während des zweiten Weltkriegs eine normale Produktion nicht mehr möglich. Nicht nur das die Kohle zum Betrieb der Öfen stark rationiert war, auch wurden fast alle männlichen Mitarbeiter zum Kriegsdienst eingezogen. Viele Firmen stellten ihre Produktion auf Zulieferung der Kriegsmaschinerie um und oder beschäftigten Kriegsgefangene. Die Firmenleitung in Wallendorf setzte jedoch alles daran um beides zu verhindern, indem einfach mehr weibliche Mitarbeiter eingestellt wurden. Auch wenn die Manufaktur keine Kriegsschäden davon trug, konnte sie bedingt durch knappe Rohstoffe, zerstörte Infrastruktur und die schlechte Marktsituation nicht überleben und musste für kurze Zeit geschlossen werden. Ab 1953 firmierte Wallendorf als volkseigener Betrieb unter dem Namen – V.E.B. Schaubach Kunst Lichte -Wallendorf – es wurden allerdings nur noch sehr wenige der bekannten Wallendorfer Produkte hergestellt, das Sortiment wurde bis auf einige Figuren sowie Kaffee und Tee Service reduziert. Ende 1953 verlässt Heinz Schaubach die Manufaktur und zieht zurück in seine ursprüngliche Heimat, nach Mainz. Historische Bodenmarken – Datierung Die verschiedenen Porzellanmarken, die in blauer Unterglasur auf den Gefäßboden zumeist als “W” aufgebracht wurden, spiegeln die wechselvolle Geschichte der Porzellanmanufaktur wieder und helfen bei der Datierung der Geschirrteile. Seit der Gründung der Wallendorfer Porzellanmanufaktur im Jahre 1764 wechselten mit den unterschiedlichen Besitzern auch die Bodenmarken auf den Produkten. 2006 wurde die heutige Marke “W” mit der Krone und Gründungsjahr eingeführt. Eine kleine Anmerkung zur Datierung der Bodenmarken: die zwei Jahreszahlen, einmal 1763 (Gründung der Firma und Errichtung des Firmengebäudes) und 1764 (Datum der Lizenzvergabe) brachte im Laufe der Jahre einige verwirrende Bodenmarken hervor, die entweder 1763 oder 1764 zeigten. Die Erklärung dafür ist recht einfach: Es wurde seit Jahren argumentiert, dass die Errichtung des Firmengebäudes von ‘Hamann & Greiner’ bereits als Gesellschaft finanziert wurde und somit als offizielles Gründungsjahr gesehen werden muss. Nachdem 1960 eine neue Marke einführt wurde und diese immer noch das Gründungsjahr 1763 zeigte, flammte die ganze Diskussion erneut auf. Da schon bald der 200. Jahrestag der Manufaktur bevorstand und genau datiert werden sollte, wurde 1962 durch eine unabhängige Kommission endgültig klargestellt, dass die Produktion bis zur Erteilung der Lizenz gemäß den damaligen Gesetzen rechtswidrig gewesen wäre. Man einigte sich schließlich darauf, dass das offizielle Gründungsjahr der Manufaktur 1764 war, selbst wenn die für die Manufakturgründung verantwortliche Gesellschaft bereits vorher bestanden hat. Seit 1963 verwendet die Wallendorfer Porzellan Manufaktur deshalb ausschließlich die Jahreszahl ‘1764’ in ihren Signaturen und Bodenmarken. An alle geehrte Porzellanmalerin und Porzellanmaler, wir bauen zurzeit eine Datenbank auf, in der Sie auf unserer Homepage Ihre weiterverarbeiteten Produkte vorstellen können mit einer Kurztextbeschreibung. Porzellanmaler gehören zu unseren treuesten Kunden. Sie schätzen unseren Scherben aufgrund der hohen Qualität und unsere Figuren aufgrund ihrer handwerklichen Präzision. Immer beliebter wird das Malen auf unseren Bone China Artikeln, da hier auch bei Brenntemperaturen von 900 °C spülmaschinenfeste Ergebnisse mit einer hervorragenden Leuchtkraft erzielt werden. Wir laden Sie hier ein, Ihre Produkte vorzustellen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir nur Beiträge vorstellen können, die auf unserem weiter veredelten Porzellan umgesetzt werden. Sammler sind glückliche Menschen. Informationen für Porzellan Sammler und Sammlerinnen Liebe Porzellansammlerin und Porzellansammler, wir möchten ausgewählte Sammler mit deren Sammelobjekten auf dieser Webseite vorstellen, die sich besonders mit den historischen Produkten der Wallendorfer Porzellan-Manufaktur auseinandersetzen und zu Ihrem Sammelgebiet zählen. Bitte senden Sie Ihre Beiträge an folgende Email: kontakt@lichteporzellan.de  mit einer Kurzbeschreibung des Produktes, falls bekannt die Provenienz und u. U. einige Worte zu Ihrer Person mit Erläuterung, wie es zu Ihrer Passion kam. Wir werden dann Bilder und Texte entsprechend unter dieser Rubrik veröffentlichen. moderiertes Experten Forum Für unser Porzellan Experten Forum (PEF) suchen wir noch weitere Porzellanexperten zur Moderation folgender Foren bzw. Themenbereiche: Geschichte der Thüringer Porzellan Manufakturen ab 1760 Altes Thüringer Porzellan (allgemein) Historisches Wallendorfer Porzellan (speziell) Porzellanmanufaktur Hammann & Greiner – 1761 bis 1772 Porzellanmanufaktur Hammann – 1772 bis 1829. Porzellanmanufaktur Hutschenreuther & Kieser – 1829 bis 1833 Porzellanmanufaktur Hutschenreuther, Kämpfe & Heubach – 1833 bis 1887 Porzellanmanufaktur Heubach, Kämpfe & Sontag – 1887 bis 1897 Porzellanmanufaktur Kämpfe & Heubach A.G. – 1897 bis 1915 Porzellanmanufaktur Fraureuth, Kunstabteilung Wallendorf – 1919 bis 1926. Porzellanmanufaktur Schaubach-Kunst – Heinz Schaubach – 1928 bis 1953 VEB Schaubach Kunst Wallendorfer Porzellan – 1953 bis 1990 Wallendorfer Porzellanmanufaktur GmbH – Hillebrand Btlg. – Herbert Hillebrand – 1990 bis 2005 Projekt 2010 | 300 Jahre europäisches Porzellan 300 Jahre europäisches Porzellan | Europa und das weisse Gold 300 Jahre europäisches Porzellan | Europa und das weisse Gold | 1710 bis 2010 . 300 Jahre europäisches Porzellan | Eine Erfolgsgeschichte Manifest 2010 | 250 Jahre Thüringer Porzellan 250 Jahre Thüringer Porzellan Milestones .250 Jahre Thüringer Porzellan | Milestones | 1760 bis 2010 Agenda 2013 | 250 Jahre Wallendorfer Porzellan. 250 Jahre Wallendorfer Porzellan Milestones. 250 Jahre Wallendorfer Porzellan Manufaktur | Milestones | 1763 bis 2013Globale Betrachtung der Geschichte des Porzellan Chinesisches Porzellan späte Östliche Han-Dynastie ab 100-200 n. Chr. Europäisches Porzellan Porzellangeschichte in Europa ab 1709 Thüringer Porzellan Geschichte des Thüringer Porzellan ab 1760 Wallendorfer Porzellan Historisches Wallendorfer Porzellan (speziell) Europäische Porzellan Manufakturen. Deutsche Porzellan Manufakturen. Thüringer Porzellan Manufakturen Sächsische Porzellan Manufakturen .Bayerische Porzellan Manufakturen Wallendorfer Porzellan als Traditionsmarke in Ostfriesland. Handelsroute Nürnberg – Erfurt – Bremen Ostfriesland Handelsroute Nürnberg – Erfurt (an Wallendorf vorbei) nach Bremen. Emigration Ostfriesland Emigration der Wallendorfer Porzellanmaler nach Ostfriesland . Ostfriesische Teekultur Wallendorfer Porzellan in Ostfriesland. Historische Bande | Wallendorfer Porzellan und die Ostfriesische Teekultur Echtheitsbestimmung von historischem Porzellan.  von Wallendorfer Porzellan Wallendorfer Porzellan Kunst Figürliches Wallendorfer Porzellan Figürliches Wallendorfer Porzellan ab 1785 Wallendorf Kunstabteilung | berühmte Künstler Kunstabteilungen | Fraureuth Porzellan, Hutschenreuther, Schaubach Kunst Bodenmarken und Signaturen Bestimmung und Datierung von Porzellanmarken, Bodenmarken und Signaturen Expertisen und Bewertung von Exponaten Expertisen, Bewertungen historisches Wallendorfer Porzellan Alt Wallendorf, Blau Dresmer, Ostfriesische Rose, Rot Dresmer, Blaues Kollier, Figuren der neue Werksverkauf in Lichte Wallendorf  Nach Freigabe der neuen Räumlichkeiten des Werksverkaufs in Wallendorf/Lichte voraussichtlich ein großer Räumungsverkauf stattfinden. Hierüber werden wir Sie zeitnah informieren. Der Werksverkauf wurde noch Ende 2009 aufwändig von der ersten Etage an den nördlichen Gebäuderand verlegt (linker Gebäudeteil) und komplett neu eingerichtet. Auf einer Fensterfront von 20m können sie hier direkt in die Weißwarenfertigung sowie die Handmalerei schauen. Den gewohnt hohen Standard der Verkaufsberatung wird selbstverständlich aufrecht erhalten. Auf Anfrage können für Gruppen ab 6 Personen nach Neueröffnung Werksbesichtigungen durchgeführt werden, erreichbar über. Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass wir von jedem Teilnehmer einer geführten Besichtigung der Manufaktur einen Betrag in Höhe von 3,50 Euro erheben. Sie erhalten hierfür ein Geschenk des Hauses sowie eine Führung. Besuch der Porzellan Prinzessin zur Eröffnung des, Ende 2009 aufwändig neu eingerichteten Werksverkauf bei Wallendorfer Porzellan in Lichte/Wallendorf. Öffnungszeiten des Werksverkaufs in 98739 Lichte Kirchweg 1 Montag bis Freitag von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr Samstag von 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr  Sitzendorf und seine Porzellanmanufaktur Sycedorf Älteste urkundliche Erwähnung in einer Erbteilungsurkunde der Grafen von Schwarzenberg. Namensgebung wahrscheinlich nach einem Grafen Sizzo von Kefernburg, der im 11. Jahrhundert lebte und als Stammvater des Schwarzburger Grafenhauses gilt. wird eine „smettenstatt“ zu Sitzendorf bezeugt. Besitzer war Hans Groß, auch als „Hans hammersmed“ genannt, der gleichzeitig im Ortsteil Blechhammer eine Schmiede besaß. 1564 ließ die „Herrschaft“ (Grafen) sie in eine herrschaftliche Mahlmühle umwandeln. Kaiser Friedrich III. aus dem Hause Habsburg belehnt die Schwarzburger Grafen mit der Goldgewinnung im Schwarzatal. Die Adligen beschäftigen auch Sitzendorfer Einwohner mit diesem Gewerbe. Gold wurde aus dem Flußschotter oder aus dem eiszeitlich abgelagerten Gestein an den Hängen oberhalb des Flusses gewaschen oder im Bergbau aus dem Gestein geschlagen. Letztmalig wurde 1800 Gold in der Schwarza in der Nähe der Pocherbrücke gefunden. Sitzendorfer Einwohner nehmen am Bauernaufstand teil. Sie schließen sich dem „Waldhaufen“ an und marschieren über Paulinzella - hier wird das Kloster gestürmt -, Stadtilm nach Arnstadt, um dort dem Grafen ihre Forderungen vorzulegen. „13 wirkten und 2 hausgenos“ müssen an die Kanzlei Arnstadt nach dem Scheitern des Aufstandes eine hohe Buße zahlen Der gräflich - Schwarzburgische Bergverwalter Günther Brömel erteilt dem Grafen Philipp Ernst von Gleichen ein Privileg zum Bau einer Kupferschmelzhütte unterhalb von Sitzendorf. Das Erz wurde aus der Umgebung von Böhlen herangefahren; 1620 = 10.000 Zentner. Brömel hatte um 1616 bereits oberhalb von Sitzendorf ein Pochwerk errichten lassen. 1621 verkaufte er dies an den fürstlich - Magdeburgischen geheimen Diener zu Arnstadt Christoph Drechsler jun., welcher Erzgruben bei Glasbach, Böhlen, Allersdorf, Lichta, Königsee, Unterschöbling und Aschau besaß. 1625 lieferte Drechsler 200 Zentner Garkupfer nach Hamburg. Gründung einer Blaufarbenfabrik in Sitzendorf. Von 1753 - 1758 wird Kobalt verarbeitet. Seit 1826 wird hier Bleiweiß hergestellt. Der Kandidat der Theologie Georg Heinrich Macheleidt, geb. 1723 in Cursdorf, wohnhaft in Sitzendorf, erhält vom Fürsten Johann-Friedrich von Schwarzburg-Rudolstadt das Privileg zur Gründung einer Porzellanmanufaktur in Sitzendorf. 1762 wird diese auf Veranlassung des Fürsten nach Volkstedt, nahe der Residenz Rudolstadt, verlegt. Sitzendorf hat eine eigene Schule mit Lehrer. Der Ort zählt 300 Einwohner. Eine ganze Anzahl Sitzendorfer Familien werden aus Armut zum Auswandern nach Nordamerika, Brasilien und Australien gezwungen. Ihre Auswanderung wird jeweils im „Fürstlich Schwarzburg Rudolstädtischen gnädigste privilegierten Wochenblatt“ bekannt gemacht. wird der Gesangsverein „Eintracht“ Sitzendorf gegründet. Es ist ein Männerchor. Zum 50-jährigen Jubiläum 1889 wird eine Vereinsfahne geweiht. Zum 75-jährigen Jubiläum 1914 erhält die Fahne einen zusätzlichen Wimpel. Seit November 1945 besteht der gemischte Volkschor Sitzendorf. 1994 konnte das 155-jährige Bestehen des Chorgesanges in Sitzendorf festlich begangen werden. Der aus Lichte gebürtige Wilhelm Liebmann, Gastwirt und Einwohner von Sitzendorf, erhält von der fürstlichen Kammer das Privileg zur Errichtung einer Porzellanmanufaktur in Sitzendorf Ein Großbrand vernichtet sämtliche Gebäude der Sitzendorfer Manufaktur, nur die Brennöfen bleiben erhalten. Die hoch versicherten Gebäude werden rasch wieder aufgebaut. Ein Turnverein wird gegründet. Der Vorstand ersucht die Gemeinde um einen Platz für eine Turnanstalt. Eröffnung einer Bezirkssparkasse. Oberbehörde ist das fürstliche Landratsamt. Neue Organisierung der Spritzenfeuerwehr: Ortsbrandmeister, Stellvertreter, Löschmannschaft 16 Mann, Wachmannschaft 16 Mann, Rettungsmannschaft 12 Mann, Wasserträger (2. Spritze) 12 Mann, Mannschaft für Leitern und Haken: 14 Mann  Beginn der Herstellung von Spitzenfiguren in der Manufaktur, in Meißner Art dekoriert. Besitzer sind nunmehr Alfred und Carl Wilhelm Voigt. Errichtung eines Zweigbetriebes in Unterweißbach. Beide Betriebsteile beschäftigen rund 300 Arbeitskräfte. Im Sitzendorfer Betrieb erzeugt eine Dampfmaschine elektrische Energie in Form von 110 Volt Gleichstrom. Elektrische Beleuchtung hält Einzug. Vorher wurde beim Schein von Öllampen gearbeitet. Der Ort zählt rund 700 Einwohner. Die Manufaktur wird Aktiengesellschaft mit einem Gründungskapital von einer Million Mark. Aktionär ist der Besitzer der Bleiweißfabik, der geheime Kommerzienrat Albert Schönau. Bau der Bahnlinie von Oberrottenbach nach Katzhütte. Sitzendorf wird Bahnstation. Das Brennen des Porzellans wird von Holz auf Kohlefeuerung umgestellt. Produktion und Transport werden billiger, die Manufaktur wird konkurrenzfähiger. Seit 1872 haben sich die Industriellen und Gewerbetreibenden des Landratsamtes Königsee um den Bau dieser Bahn bemüht. Sitzendorf erhält eine zentrale Wasserversorgung und Kanalisation Sitzendorf wird in „Meyers Reisebuch“ erstmalig als Sommerfrische erwähnt. Der Tourismus begann etwa 1890 in der Brauerei Böttner in Blechhammer. Gäste kamen damals mit der Postkutsche auf der 1798-1804 gebauten Poststraße von Blankenburg über Unter- und Oberweißbach. Als erste Sitzendorfer Fremdenpension eröffnete 1900 das Haus „Hugo Bergmann“. Die Gemeinden Sitzendorf, Unterweißbach und Deesbach bauen gemeinsam ein Gaswerk in Sitzendorf. Das Gas dient zur Beleuchtung von Straßen und Gebäuden und zur Produktion von Glaswaren. Der Unterweißbacher Zweigbetrieb der Sitzendorfer Porzellanmanufaktur wird infolge Absatzschwierigkeiten stillgelegt. Der erste Weltkrieg und die Krisen der 20er Jahre führten den Betrieb an den Rand des Ruins. Erst 1932 stabilisierte sich die Lage, Besitzer und Direktoren sind nunmehr die ehemaligen Prokuristen Reinhold Rebhan und Max Krauße. Bau der Bergkirche. 1763 trifft die evangelische Kirchgemeinde ein Abkommen, wonach der an das Gemeindehaus angebaute Schulsaal auch für den Gottesdienst genutzt werden darf.1932 wurde der Bauplatz für die Kirche von den Einwohnern Paul Möller, Albert Höhlein und den Erben des Bäckermeisters Sorge gestiftet. Die Kirche steht seit der Mitte der 80er Jahre unter Denkmalschutz. Mit Beginn des 2. Weltkriegs werden alle Männer im Wehrdienstalter aus der Sitzendorfer Porzellanmanufaktur entlassen und werden Soldaten oder in wehrwirtschaftlich wichtige Betriebe umgesetzt. Der Export von Porzellan stockt; die Exportländer USA, England, Frankreich werden Feindesländer Sitzendorf erhält elektrischen Strom. In den letzten Kriegsmonaten wird der Rüstungsbetrieb "Prototyp-Werke Zell-Hamersbach" von Bromberg nach Thüringen verlegt, ein Teil nach Sitzendorf in den Hof der Porzellanmanufaktur. Im Oktober 1945 wird hier in Baracken ein Werkzeuge produzierender Betrieb errichtet Rolf Rebhan, der Sohn von Reinhold, übernimmt die Leitung der Manufaktur. Anlage des Sportplatzes, der über zwei Jahre vom Geröll eines Hochwassers 1947 befreit werden mußte. Gleichzeitig wird die Ruine der alten Bleiweißfabrik abgerissen. Unter Leitung von Willi Kaufmann wird auf dem Abrißgelände die Turnhalle gebaut. Die Sportstätte trägt heute seinen Namen. Die Porzellanmanufaktur begeht feierlich ihr 100-jähriges Betriebsjubiläum. Sitzendorf wird Schulort einer Polytechnischen Oberschule. Schüler der 9. und 10. Klassen kommen auch aus Schwarzburg, Döschnitz, Rohrbach, Wittgendorf, Mankenbach, Ober- und Unterhain und Unterweißbach. Die Sitzendorfer Porzellanmanufaktur arbeitet mit staatlicher Beteiligung, aber eine Steigerung der Arbeitsproduktivität und damit eine Konkurrenzfähigkeit auf dem Weltmarkt läßt sich mit den überalterten Produktionsanlagen und dem Mangel an jungen Arbeitskräften nicht realisieren. Die Sitzendorfer Porzellanmanufaktur wird volkseigen. Die Werkzeugfabrik wird in das Gaswerk verlagert und die alten Baracken werden abgerissen. Im Hof beginnt der Bau einer Produktionshalle. Die Sitzendorfer Porzellanmanufaktur begeht ihr 135-jähriges Betriebsjubiläum unter Leitung von Uwe Hermann, dem Schwiegersohn von Rolf Rebhan. Nachdem Staat und Behörden endlich erkannten, dass mit dem Export der Produkte die begehrten Devisen erwirtschaftet werden konnten, fanden sich auch Mittel und Wege zur Rekonstruktion des Betriebes. So konnte in diesem Jahr ein neuer Mustersaal seiner Bestimmung übergeben und eine Formlagerhalle gebaut werden. Sitzendorf zählt 1.200 Einwohner Eine Rohrbrücke über die Schwarza verbindet die Manufaktur mit einer Stadtgasleitung. Der Brennprozeß wird auf Gas umgestellt. Seit 1974 wurde elektrisch gebrannt. Die Porzellanmanufaktur kann vor der Wiedervereinigung, am 01.06.1990, reprivatisiert und eine Kommanditgesellschaft gegründet werden. Komplementär wird Frau Carla Hermann, Tochter von Rolf Rebhan. Kommanditisten werden Herr Uwe Hermann und Herr Hans-Jürgen Schmidt. Ein Tourismuskonzept soll den Betrieb voranbringen. 1990 wurde mit dem Bau einer Verkaufseinrichtung und 1991 deren Erweiterung in das Nachbarhaus begonnen. Eröffnung der "Schatztruhe" - d. h. Umbau des einstigen Speisesaales in eine Verkaufseinrichtung mit Restaurant. Umbau der einstigen Versand- und Lagerhalle in eine Verkaufsausstellung für antike Möbel und Zierporzellan mit Vorführstraße. Zwölf Ortschaften im mittleren Schwarzatal schließen sich zu einer Verwaltungsgemeinschaft zusammen; Sitzendorf wird Verwaltungssitz. Erweiterung der "Schatztruhe" durch Umgestaltung der Hausmeisterwohnung in die Gaststätte "Zum Rundofen". Einweihung des Regionalmuseums "Dampfmaschine" im ehemaligen Maschinenhaus der Porzellanmanufaktur. In diesem Museum wird die Geschichte der Sitzendorfer Porzellanmanufaktur sichtbar gemacht und die Verwaltungssgemeinschaft stellt sich dar. Am 29. April eingeweiht, zählt das Museum Mitte November Sitzendorf begeht das 625-jährige Jubiläum seiner urkundlichen Ersterwähnung und die Sitzendorfer Porzellanmanufaktur ihr 145-jährigges Bestehen Die Sitzendorfer Porzellanmanufaktur feiert ihr 150-jähriges Jubiläum. Zum Anlass trafen sich zur Sonderauflage der Wernesgrüner Musikantenschenke Solisten der volkstümlichen Musik. Höhepunkt des Jubiläums war der Festumzug mit 24 Bildern rund um die Geschichte des Sitzendorfer Porzellans. Mehr als 1.500 Besucher flanierten über das attraktiv gestaltete Areal oder bevölkerten das große Festzelt mit seinen hochkarätigen Veranstaltungen. Rückbau der alten Rohrbrücke und dem Anschluss an die Stadtgasleitung. Neuer Gasanschluß an die Mitteldruckleitung von der Hauptstraße.